Mal mir dein Leben
Einführung

"Lebenslinie – Mal mir bitte dein Leben" ist ein Kunstprojekt, ein Beitrag im sozialen Kontext der internationalen KursteilnehmerInnen am ISK Hannover. Es reflektiert über die sozialen internationalen Unterschiede der Teilnehmenden.
Jeder, wenn auch nur für einen Moment, fragt sich, was das Leben ihm gebracht hat? Was hat man erreicht? Was könnte man vom Leben erwarten? Was träumt man für die Zukunft?
Normalweise hat man keine Zeit für lange Überlegungen, deswegen konzentriert euch in diesem Projekt einmal auf das Gefühl in diesem konkreten Moment, auf die Emotionen, die in euch sind. "Mal mir bitte dein Leben" ist eine kurze Aktion auf einem Kunststoff-Bild im Format 10x10 cm, auf dem ihr eure Gefühle als künstlerische Ausdrucksmittel darstellen könnt. Auf einem separaten Blatt Papier erzählt ihr in Ca. fünf Sätzen über euer Leben: Wie war es? Wie ist es jetzt? Wovon träumt ihr noch?
Diese individuellen, persönlichen, kleinen Bilder und kurzen Texte werden zu einem "Kunstobjekt" zusammengestellt. Es wird eine Art "Patchwork" mit dem Titel "Lebenslinie(n)" entstehen, die die Handlinien und Fingerabdrücke der Hand symbolisiert, in der das Leben in seinen Farben und Schattierungen dargestellt wird.
Diese künstlerische Aktion will eine Bindung zu den Teilnehmenden des interkulturellen Sprachunterrichts am ISK schaffen. Das Projekt bietet auch eine interessante Möglichkeit des interkulturellen Dialogs.
Ursachen und Auswirkungen: Einer der wichtigsten Gründe für die Entstehung des Projekts war meine aktive Teilnahme über mehrere Monate an Sprachkursen im ISK und Kontakt mit vielen Menschen aus verschiedenen Ländern. Alle hatten unterschiedliche Emotionen und Erfahrungen, die einerseits mit dem Leben in ihrer Heimat und andererseits mit der teilweise unsicheren Existenz in Deutschland verbunden waren. Während des Unterrichts, gab es manchmal eine oder andere sehr interessante Diskussion über das Leben. Ich bin zuversichtlich, dass das Thema keinem von uns gleichgültig ist und suche deshalb den Dialog über das Leben mit Hilfe verschiedener Ausdrucksmittel.
Zielgruppe: In der ersten Phase des Projekts befasse ich mich mit der Gemeinschaft von mehreren hundert Menschen am ISK Hannover. In der Zukunft möchte ich das Projekt durch das Internet erweitern, um eine viel größere Gruppe von Partnern zu erreichen. Die Idee des Projektes wird in der ersten Stufe durch Plakate, Broschüren und persönliche Einladungen gefördert. Partner ist das ISK Hannover.
Waldemar Mirek, Hannover, April 2012

ISK Hannover